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Wegen der Auflagen während der Coron-Pandemie können nur wenige am Gottesdienst teilnehmen.

Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 044 253 63 19

Liebe Gemeindemitglieder, auch in der Krisenzeit möchten wir mit Ihnen verbunden bleiben

Da kommt unser Gemeindebrief gerade zur rechten Zeit.

Ziemlich sicher werden wir auch unser Osterfest zuhause in unseren Wohnungen feiern müssen. Trotzdem denken wir aneinander.In der Krise stehen wir in St. Katharina zusammen. Das haben Sie schon einmal bewiesen. Und so lassen Sie uns auch weiterhin zusammenhalten. Wir stehen einander bei und fühlen uns verbunden. Zwar nicht sichtbar, aber viel stärker ist das Band, das uns im Gebet verbinden. Zum Beispiel mit folgendem Gebet:

Gott, wenn Angst unser Land erfasst, lass uns die Liebe wählen in dieser Zeit, in der wir einander nicht umarmen können. Lass uns Wege finden, durch unser Gebet die liebende Umarmung Gottes zu sein für unsere Nächsten. Wir, die wir den Luxus haben, von zu Hause aus zu arbeiten, denken an die, die wählen müssen zwischen der Sorge um ihre Gesundheit und der Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir denken an die, denen finanziell das Wasser bis zum Hals steht. Wir, die wir ohne Risikofaktoren leben, erinnern uns an die, die besonders verletzlich sind, deren Leben auf dem Spiel steht. Wir, die wir zu Hause bleiben können, denken an die, die keine Wohnung haben. Wir denken aneinander und danken dir, unserem Gott, für das Band der Gemeinschaft, das du uns schenkst, über alle äußere Distanz hinweg. Amen

Herzlich grüßen wir Sie,
das Team von St. Katharina und ihr Pfarrer Matthias Lasi

Fürbitten des Lutherischen Weltbundes zu Corona

O Gott, unser Heiland, zeige Dein Erbarmen für die ganze Menschheitsfamilie, die gerade in Aufruhr ist und beladen mit Krankheit und Angst. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Komm uns zur Hilfe nun, da sich der Coronavirus auf der ganzen Erde ausbreitet. Heile die, die krank sind, unterstütze und beschütze ihre Familien, Angehörigen und Freunde vor Ansteckung. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Schenk uns deinen Geist der Liebe und Besonnenheit, auf dass wir zusammenwirken, um die Ausbreitung des Virus und seine Wirkungen einzuschränken und zum Erliegen bringen zu können. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Mach uns wach, aufmerksam und vorausschauend im Blick auf die Bekämpfung von Krankheiten überall: die Malaria, das Dengue-Fieber, die HIV-Krankheit und die vielen anderen Krankheiten, die bei Menschen Leid verursachen und für etliche tödlich enden. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Heile unsere Selbstbezogenheit und unsere Gleichgültigkeit, wo wir uns nur dann sorgen, wenn wir selbst vom Virus oder anderem Leid getroffen sind. Eröffne uns Wege, aus unserer Zaghaftigkeit und Furcht hinaus, wenn unsere Nächsten für uns unsichtbar werden. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Stärke und ermutige die, die im Gesundheitswesen, in Praxen und Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Bereichen der Medizin arbeiten: Pflegende, Fürsorgende, Ärztinnen und Ärzte, Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger, Mitarbeitende in Krankenhäuser – alle, die sich der Aufgabe widmen, für Kranke und ihre Familien zu sorgen. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Inspiriere die Forschenden, die an Impfstoffen, Medikamenten und der Herstellung medizinischer Ausstattung arbeiten. Gib ihnen Erkenntnisse und Weitblick. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Erhalte die Menschen, deren Arbeit und Einkommen durch Schließungen, Quarantänen, geschlossene Grenzen und andere Einschränkungen bedroht sind. Beschütze alle, die reisen müssen. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Leite die politisch Verantwortlichen, dass sie die Wahrheit sagen und danach handeln. Halte die Ausbreitung von Falschinformation und Gerüchten zurück. Hilf, dass Gerechtigkeit waltet, sodass allen Menschen auf der Erde Heil und Heilung erfährt. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Heile unsere Welt. Heile unsere Körper. Stärke unsere Herzen und Sinne. Und in der Mitte des Aufruhrs gib uns Hoffnung und Frieden. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. In deinen gnädigen Armen halte alle, die gestorben sind und die in dieser Zeit sterben werden. Tröste ihre Hinterbliebenen, tröste die, die verzweifelt sind. Höre unser Rufen, o Gott: G: Höre unser Gebet. Gedenke deiner Familie, der ganzen Menschheit, und deiner ganzen Schöpfung, in deiner großen Liebe. G: Amen.

Neuer Pfarrer in St. Katharinengemeinde

IMG_20180826_193800 (1) Nachdem mich die Gemeindeversammlung von St. Katharina im Februar 2018 gewählt hatte, wurde ich von der Evangelischen Kirche in         Deutschland (EKD) zunächst für sechs Jahre entsandt.

 Zuvor war ich 9 Jahre Pfarrer in einer kleinen Gemeinde im Süden Deutschlands. Seit Juli bin ich nun Ihr Pfarrer hier in Kiew.

 Bei meiner Ankunft in Kiew wurde ich sehr herzlich empfangen und konnte meine Wohnung in der Nähe der Kirche St. Katharina beziehen.

Viele Freunde haben mich gefragt, warum ich mir gerade Kiew als neuen Wirkungsort ausgesucht hätte. Kiew hat mich seit meinem ersten    Besuch fasziniert. Dazu kam die große Herzlichkeit, mit der ich damals in der Kirchengemeinde begrüßt wurde, obwohl zu diesem Zeitpunkt  noch niemand wusste, dass ich Pfarrer bin.

Inzwischen konnte ich mich in Kiew orientieren und zurechtfinden, was bei den vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen kein Problem  war. Gut ist, dass in der Gemeinde Deutsch gesprochen wird. Meine Sprachkenntnisse sind noch nicht sehr weit fortgeschritten, was sich aber  dank der großen Unterstützung hoffentlich schnell ändern wird.

 Neben den Gottesdiensten wird für mich ein Schwerpunkt die Kontinuität der deutschen Sprache im Gemeindeleben sein. Jeden Sonntag um 10 Uhr feiern wir unsere Gottesdienste in der Kirche St. Katharina. Die Gottesdienstsprache ist Deutsch und Russisch. Ich bin für den deutschen Teil verantwortlich und unsere Dolmetscherin übersetzt ins Russische.

Für die Gemeinde wünsche ich mir, dass die Herzlichkeit, der Zusammenhalt und die ökumenische Offenheit das Gemeindeleben auch in Zukunft prägt und trägt.

Kommen Sie doch einfach mal vorbei! Herzlich willkommen!

Pfarrer Matthias Lasi

Seien sie herzlich willkommen,

W2018

 

die Türen unserer Kirche St. Katharina sind weit geöffnet. Feiern sie mit uns die Osterzeit .

Unsere Kirche will ein Ort der Besinnung sein in einer lauten Stadt und in einer lauten Welt. Sie will ein Ort sein, an dem wir Kraft schöpfen können für unser Leben, das oftmals so gefordert und überfordert ist, ein Ort der Ruhe und des Friedens. In vielfältigen Gottesdiensten wollen wir die Botschaft Jesu hören: Von seinem Weg durch die Tiefe des Lebens bis schließlich alles verloren erschien bis hin zu seiner wunderbaren Auferstehung zum Leben bis in alle Ewigkeit. Gerade unsere Gemeinde gibt Zeugnis dieses überwältigenden Geschehens.

Im September des letzten Jahres haben wir das 250. Jubiläum der Gemeinde St. Katharina gefeiert. Mit großer Dankbarkeit haben wir auf die lange bewegte Geschichte unserer Gemeinde zurückgeschaut und uns an ihre hoffnungsvolle Gründung, ihre Blütezeit und an den Bau unserer Schönen Kirche vor 160 Jahren erinnert. Es gab aber auch die schlimmen Erinnerungen an die Zeit der Verfolgung, Unterdrückung und der Deportation bis das Gemeindeleben schließlich ganz zu Erliegen kam und tot war.

Im Jahr 1992 geschah dann das große Wunder: Die Auferstehung der Gemeinde St. Katharina zu neuem Leben.

Der Künstler, der die Aufgabe hatte, unsere Kirche nach Missbrauch und Verunstaltung während der Sowjetzeit neu zu gestalten, wollte das Geschehen von Leiden und Auferstehung für die Gemeinde sichtbar werden lassen.

Über dem Altar schwebt der gekreuzigte Jesus, ein Gabe aus dem Landeskirchenamt der Bayerischen Kirche. Aber dieser Gekreuzigte zeigt nicht das Gesicht eines Gequälten, seine Mine strahlt Gelassenheit aus, sie ist die des auferstandenen Christus. Die weit ausgestreckten Arme drücken die Geste des Segnens aus. Darüber erstralt das mittlere große Chorfenster in leuchtenden Farben.

Im unteren Teil der Glasmalerei stehen sich die Engel des Ostermorgens gegenüber. In der Mitte erkennen wir ein weiße ,bewegte Fläche. Sie symbolisiert das göttliche Licht. Und wenn wir uns Zeit zum Schauen nehmen, dann können wir auch die himmlischen Heerscheren wahrnehmen und darüber die Licht-und Feuerwolken des Himmels. Links und rechts erkennen wir zwei intensiv blaue Streifen , die in die Höhe gehen und dann in eine grüne Farbe wechseln. „Das Blau steht für den Gottes Frieden und Glückseligkeit. Das Grün steht für die Auferstehung und ist der Hinweis auf das Paradies“ So lesen wir das auch in der Festschrift zur Wiedereinweihung der Kirche.

Auf ein Detail der Gestaltung des Altarraumes möchte ich besonders hinweisen: Der gekreuzigte Jesus wird eingerahmt von einem großen Wandbild. Es ist die Darstellung eines großen Kelchs. Dieser Kelch soll uns daran erinnern, dass der leidende und der auferstandene Christus immer bei uns ist, wenn wir uns um den Altar unserer Kirche versammeln und uns beim Abendmahl den Kelch zureichen.

In der Einweihungsschrift finden wir auch die wunderschönen Worte aus einem orthodoxen Ostergebet:

 

„Nun ist alles mit Licht erfüllt-

Himmel, Erde und Totenreich.

Die Himmel mögen jubeln, die Erde sich freuen.

Es feiert die ganze Welt, die sichtbare und die unsichtbare.

Denn Christus ist auferstanden,

er ist wahrhaftig auferstanden“

 

Mit einem herzlichen österlichen Gruß

Ihr

Pfarrer Wolfgang Heldt-Meyerding